Positiv denken – Lerne mit Deinen Gedanken umzugehen

Erstellt von woodtlir


1. ÜberprĂŒfe Deine Erwartungshaltung

Bestimmt hast Du auch schon mal Sprichwörter gehört wie: „Wer nichts erwartet, kann nicht enttĂ€uscht werden.“

Aber gehörst Du zu den wenigen Menschen, die diese Weisheit wirklich tiefergehend verstanden haben und umsetzen können?

Ich möchte ein Beispiel aus meinem Leben mit Dir teilen, in welchem meine damals unnötig pessimistische Erwartungshaltung mich nur Stress, Druck und negative GefĂŒhle gekostet hat.

Wenn ich frĂŒher eine Ampel sah, die vor meinen Augen rot wurde und ich nicht mehr ĂŒber die Kreuzung fahren konnte, Ă€rgerte ich mich immer ein klein wenig.

Warum Àrgerte ich mich?

Ganz einfach: Ich habe unbewusst erwartet gehabt, dass diese Ampel nur fĂŒr mich grĂŒn bleibt.

Zudem wollte ich nicht unnötig Zeit verlieren & die Dinge in meinem Leben immer schnell, wenn nicht sogar SOFORT haben.

Bei nÀherem Hinsehen begriff ich aber irgendwann, dass diese gesamte Lebenseinstellung völlig absurd ist!

Denn statistisch sind eben etwa die HÀlfte aller Ampeln, an denen man vorbeifÀhrt, rot.

Und eben diese Metapher gilt letztlich auch fĂŒr das Leben!

Die HĂ€lfte aller Dinge kannst Du nun mal nicht SOFORT haben!

Lerne Geduld und Vertrauen zu haben. Vertrauen in den Prozess des Lebens & dessen, was ist. Nicht das, was Du glaubst, was sein sollte!

Ich kann Dir also nur empfehlen, Deine Erwartungshaltung zu prĂŒfen, wenn Du Dich mal wieder ĂŒber etwas aufregst.

Vielleicht hast Du ja etwas erwartet, das einfach unrealistisch ist und Dich irrational auf negative Gedanken bringt bzw. Dich so daran hindert positiv zu denken.

 

2. Lerne Deinen Fokus zu lenken

Der Fokus ist eine Freiheit, welche Dir niemand je nehmen könnte.

So steht es Dir also in jeder Sekunde frei, Dich an alle dem Positiven, was eine Situation hat, zu freuen.

Ein guter Freund von mir versteht es auch in nervigen Situationen, sich ĂŒber all die Dinge zu freuen, die gerade trotzdem schön sind, wie zum Beispiel die Natur, dass er noch am Leben ist und dass das Leben ihm noch eine Menge unausgeschöpftes Potenzial/Möglichkeiten bietet.

Ich bewundere diesen Skill enorm und baue ihn auch bei mir so gut es geht aus, da er einfach viel sinnvoller/reifer ist, als sich immer zu nur ĂŒber die negativen Seiten einer Situation aufzuregen und sich dadurch auch noch die schönen Dinge verderben zu lassen.

Frage Dich deshalb so oft es geht: “Was kann ich an dieser Situation dennoch etwas genießen/Gutes finden?“

Ich garantiere Dir, Du wirst auf diese Weise immer etwas finden, womit du letztlich negative zu positiveren Gedanken verwandeln kannst.

Und sei es “bloß”, dass Du aus der unangenehmen Situation etwas Wichtiges fĂŒr Deine Zukunft lernen kannst, was Dich in Deiner Persönlichkeitsentwicklung bestĂ€rkt

 

3. Übe Dich in Achtsamkeit & Bewusstheit

Ein absoluter Game-Changer in meiner LebensrealitÀt war die Erkenntnis, wie kraftvoll innere Stille ist.

Positiv denken lernen ist leicht zu erreichen, indem Du weniger denkst und Deine Gedanken bewusst wahrnimmst.

Das GefĂŒhl von innerer Stille ist schwer erklĂ€rbar. Ich empfehle Dir deshalb Folgendes:

Achte fĂŒr 10 AtemzĂŒge bewusst nur auf Deinen Atem.

Alle Gedanken beschÀftigen sich mit der Vergangenheit oder der Zukunft, welche eine Projektion der Vergangenheit ist.

Beide Tempora existieren nur in unseren Köpfen als Vorstellung und Erinnerung.

Wenn Du Dich auf deinen Atem konzentrierst, kannst Du mit Deinen Gedanken nur im Jetzt sein, weil der Atem nur im Jetzt ist.

Wenn Du Dich voll und ganz auf das Jetzt konzentrierst, kannst Du gar nicht ĂŒber Vergangenheit und Zukunft nachdenken, geschweige denn Dir Sorgen machen.

Wenn Dir diese Übung gefallen hat, kann ich Dir wĂ€rmstens das Buch „Jetzt – Die Kraft der Gegenwart“ von Eckhart Tolle empfehlen.

Es geht enorm in die Tiefe aber war fĂŒr mich absolut mindblowing.

 

4. Übe Dich in der (Selbst)Annahme

Um die Basis fĂŒr positive Gedanken zu schaffen, musst Du Dich davon lösen, gegen eine Situation anzukĂ€mpfen.

Erneut gehen wir an dieser Stelle kurz auf die Bedeutung des Jetzt ein.

Die Grundregel hier lautet: Das Leben ist immer jetzt! Niemals hast Du etwas in der Vergangenheit getan, niemals wirst Du etwas in der Zukunft tun.

Du tust & lebst es immer nur im Jetzt.

Die Tatsache, dass man nur im Jetzt denken, fĂŒhlen und handeln kann bedeutet, dass Dein ganzes Leben sich im Jetzt abspielt, nicht wahr?

Die Konsequenz daraus ist sehr spannend: Wenn Du Dich gegen das Jetzt strÀubst und es verurteilst, verurteilst Du in Wirklichkeit Dein ganzes Leben, da Dein Leben nur das Jetzt ist.

Wenn Du zusammen mit dem Leben arbeiten möchtest und nicht gegen dieses ankÀmpfen möchtest, musst Du das Jetzt und Dich selbst darin akzeptieren.

Denn woraus besteht Dein Leben? Richtig, aus dem jetzigen Augenblick.

Also, blicke dem Leben in die Augen und akzeptiere es.

Wenn Du dies nicht tust, kÀmpfst Du gegen das Leben und gegen Dich selbst.

 

5. Entwickle mehr Dankbarkeit

In vielen Menschen hat sich der Irrtum gefestigt, sie könnten erst dankbar sein, wenn sie alles haben, was sie wollen.

Oder sie sind nur in wenigen Augenblicken dankbar, wenn etwas verhĂ€ltnismĂ€ĂŸig gesehen „gut lĂ€uft“.

Das ist natĂŒrlich völlig legitim, aber es fördert eine pessimistische Denkweise.

Eine gute Quelle fĂŒr gute Gedanken, die Dein Leben schöner machen ist Dankbarkeit.

Du kannst hier einerseits dankbar dafĂŒr sein, dass Du wahrscheinlich weder unter Armut, noch Hunger oder furchtbaren ArbeitsverhĂ€ltnissen zu leiden hast wie Menschen in Bangladesch zum Beispiel.

Ich persönlich ziehe das grĂ¶ĂŸte GefĂŒhl von Dankbarkeit aus den folgenden beiden Bereichen:

Positiv denken lernen durch mehr Dankbarkeit

  1. Dankbarkeit dafĂŒr, dass ich Menschen helfen kann. Es ist wirklich ein schönes GefĂŒhl, zu sehen, dass Du ĂŒber die Kraft verfĂŒgst, nicht nur Dich selbst, sondern auch andere glĂŒcklich zu machen.
  2. Dankbarkeit fĂŒr die vielen Chancen, welche das Leben einem einrĂ€umt. Gerade hier in Deutschland/Europa, wo keine Diktatur unsere Freiheiten einschrĂ€nkt, ist wirklich vieles, was man sich vorstellen kann, möglich. Stell Dir nur einmal vor Du wĂ€rst in einem anderen Land der Welt geboren worden, wo diese Möglichkeiten nicht existieren.

  3. Dankbarkeit fĂŒr die Gesundheit. Wenn Du das große GlĂŒck hattest heute Morgen schmerzfrei & ohne ernsthafte Erkrankung aufzuwachen, solltest Du Dir dieses GlĂŒck jeden Tag aufs Neue bewusst machen. Dich immer wieder bewusst selbst daran erinnern, dass es viele Menschen da draußen gibt, die dieses GlĂŒck nicht genießen können!

Zusammenfassung: So klappt positiv denken

Immer positiv denken ist nicht nur förderlich fĂŒr deine psychische und physische Gesundheit, sondern auch ein Ausdruck von Selbstvertrauen und innerer Gelassenheit.

Negative Gedanken und GefĂŒhle sind meistens GlaubenssĂ€tze, die von deiner Umgebung oder negativen Erfahrungen geprĂ€gt wurden, im Jetzt aber eigentlich keine Rechtfertigung haben.

Wenn Du Dich auf das Jetzt konzentrierst, es vollstĂ€ndig akzeptierst und Deinen Fokus auf die positiven Dinge legst, wirst du deine negativen GlaubenssĂ€tze und GefĂŒhle leicht besiegen können und deinen Tag mit positiver Energie fĂŒllen.

Dazu kannst Du regelmĂ€ĂŸig meditieren, lĂ€cheln und ein Dankbarkeitsjournal fĂŒhren.

Merk Dir deshalb bitte:

Wenn Du wirklich Deine Gesundheit, Deine Motivation, Deine ProduktivitĂ€t und Deine Konzentration verbessern möchtest, dann ĂŒberlege Dir jetzt sofort, wann und wie Du jeden Tag meditieren, lĂ€cheln und Dinge aufschreiben möchtest, fĂŒr die Du dankbar bist.

Den Priming-Effekt nutzen, um positiver zu denken

Durch das sogenannte Priming kannst Du Dir einen mĂ€chtigen VerbĂŒndeten im Kampf fĂŒr positive Gedanken ins Boot holen.

Dein Unterbewusstsein. Das Unterbewusstsein macht 97% Deiner Denkleistung aus und steuert damit zu weiten Teilen Deine Gewohnheiten, Deine Neigungen und Reaktionen.

Um Dein Unterbewusstsein auch auf positives Denken zu programmieren, kannst du Deine Umgebung mit kleinen Remindern / Erinnerungen versehen, die Dich so oft wie möglich an dein Ziel erinnern.

Wenn Du beispielsweise einmal in einer Situation, in der vielleicht Dein Umfeld die positive Einstellung verloren hat, positiv geblieben bist und Deine Mitmenschen motiviert hast, hĂ€nge Dir etwas ĂŒber Deinen Schreibtisch, das Dich daran erinnert.

Erinnere Dich daran, wie schön es war, dem Problem ruhig und positiv in die Augen zu sehen und Dir zu denken: „Das schaffe ich“. Wir machen hier und heute das Beste daraus und werden an dieser Herausforderung wachsen.“

Du kannst Dir natĂŒrlich auch ein passendes Zitat auf einen Zettel schreiben, wie beispielsweise:

„Nichts ist gut oder schlecht. Das Denken macht es erst dazu.“

Positiv zu denken kann Dich sehr weit bringen, indem es Dir den Glauben an Dich selbst, an Deine Mitmenschen und Energie verleiht.

Negativ zu denken wiederum baut eine Blockade aus negativen GefĂŒhlen, VersagensĂ€ngsten und Reue auf.

Heute, da Du vielleicht zum ersten Mal die Kraft der positiven Gedanken kennengelernt hast, ist der Zeitpunkt gekommen, an dem Du darĂŒber bewusst entscheiden kannst:

Willst Du weiterhin negativen Gedanken Raum geben und Dich behindern, oder willst Du ab heute mehr und mehr positive Gedanken kultivieren?

Triff diese Entscheidung mit Bedacht, denn sie wird Dein gesamtes Leben beeinflussen!

Remo Woodtli

Ich bin diplomierter Hypnosetherapeut und Mentalcoach. Ich bezeichne mich auch als Mindsetrebell. Ich unterstĂŒtze Dich dabei, Deine Blockaden zu erkennen und zu lösen, welche Dich behindern, damit Du gesĂŒnder, glĂŒcklicher und erfolgreicher wirst.

Weitere Interessante beitrÀge